Wärmepumpen-Absatz 2026: 195.000 Anlagen im ersten Halbjahr
Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Deutschland rund 195.000 Wärmepumpen abgesetzt – 40 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Damit sind inzwischen knapp zwei Millionen Anlagen in Betrieb. Der Bundesverband Wärmepumpe führt die Entwicklung vor allem auf ein verändertes Bewusstsein der Verbraucher zurück: Die Risiken einer Wärmeversorgung mit fossilen Energien würden stärker wahrgenommen, sagt BWP-Geschäftsführer Dr. Martin Sabel, gerade angesichts der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.
Für die Branchenprognose des Verbands vom November 2025 bedeutet das Rückenwind: Sie geht von rund 410.000 verkauften Geräten im Jahr 2026 aus, in einem ambitionierteren Szenario von über 530.000. Der Verband knüpft diese Zahlen allerdings an Bedingungen – Stabilität bei Förderung und Ordnungsrecht sowie ein günstigeres Verhältnis von Strom- zu Gaspreisen, insbesondere über eine Senkung der Stromsteuer.
Für Eigentümer, die eine neue Heizung planen, ist dabei weniger die Gesamtzahl interessant als das, was dahintersteht: Eine Technik, die in dieser Stückzahl verbaut wird, ist im Handwerk angekommen. Fachbetriebe haben Kapazitäten aufgebaut und Erfahrung gesammelt, Geräte sind verfügbar. Die Entscheidung für eine Wärmepumpe ist damit heute deutlich weniger ein Wagnis als noch vor drei Jahren – und sie hängt vor allem an der Frage, ob das eigene Haus dafür geeignet ist und wie hoch die Förderung ausfällt.
Geprüfte Fakten & Quellen
- Halbjahresabsatz von 195.000 Anlagen, das Plus von 40 Prozent und der Bestand von knapp zwei Millionen Wärmepumpen — waermepumpe.de/pressemitteilungen
- Die Branchenprognose von 410.000 Geräten und die Bedingungen, an die sie geknüpft ist (Stand November 2025) — waermepumpe.de/news