Heizspiegel: Heizkosten steigen, Wärmepumpe am günstigsten
Die Heizkosten steigen wieder. Das zeigt der Heizspiegel 2026, den co2online am 22. September 2026 zusammen mit dem Deutschen Mieterbund und dem Bauherren-Schutzbund veröffentlicht hat. Für ein Einfamilienhaus mit 130 m² lagen die Heizkosten 2025 bei Erdgas bei 2.040 € (+15 %), bei Heizöl bei 2.145 € (+1 %), bei Fernwärme bei 2.040 € (+3 %) und bei Holzpellets bei 1.415 € (+24 %). Mit einer Wärmepumpe waren es 1.260 € (+5 %). Auch für eine 70-m²-Wohnung im Mehrfamilienhaus lag die Wärmepumpe mit 715 € vorn, vor Holzpellets (735 €), Heizöl (1.030 €), Erdgas (1.170 €) und Fernwärme (1.295 €).
Für 2026 erwartet co2online deutliche Steigerungen vor allem bei Heizöl und Pellets. Erdgas könnte im Jahresdurchschnitt leicht sinken, dürfte aber Ende 2026 oder 2027 wieder teurer werden. Langfristig können sich die Kosten für Gas- und Ölheizungen laut der co2online-Heizkostenprognose bis 2045 mehr als verdoppeln. Wärmepumpen werden voraussichtlich langsamer teurer und bleiben dauerhaft am günstigsten. Tanja Loitz von co2online sieht das Zeitalter günstiger fossiler Heizenergie seit der Energiekrise vor vier Jahren als beendet.
Für Hauseigentümer heißt das: Wer über eine neue Heizung nachdenkt, sollte die laufenden Kosten über viele Jahre im Blick haben, nicht nur den aktuellen Preis. Laut Heizspiegel können rund 90 % der Haushalte ihre Heizkosten noch senken, im Einfamilienhaus im Schnitt um etwa 1.000 € pro Jahr, je Wohnung um etwa 465 €. Schon richtiges Heizen und Lüften sowie weniger Warmwasserverbrauch können den Verbrauch um bis zu 10 % senken. Die eigenen Werte lassen sich mit dem Heizspiegel von co2online vergleichen.
Geprüfte Fakten & Quellen
- Heizkosten 2025 je Energieträger für Haus und Wohnung, Preisprognose bis 2045 und Sparpotenzial laut Heizspiegel 2026 — co2online.de