Heizspiegel NRW: Wärmepumpe spart beim Heizen
Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online und das Öko-Zentrum NRW haben gemeinsam den ersten Heizspiegel für Nordrhein-Westfalen veröffentlicht. Für Hauseigentümer ist die zentrale Aussage eindeutig: Wer 2024 mit Heizöl heizte, zahlte durchschnittlich 945 Euro mehr pro Jahr als ein vergleichbarer Haushalt mit Wärmepumpe. Bei einer Gasheizung betrug die Differenz zur Wärmepumpe 505 Euro jährlich.
Konkret für ein durchschnittliches Einfamilienhaus in NRW mit 130 Quadratmetern Wohnfläche lagen die jährlichen Heizkosten 2024 bei 2.130 Euro für die Ölheizung, 1.975 Euro für Fernwärme, 1.690 Euro für die Gasheizung, 1.185 Euro für die Wärmepumpe und 1.130 Euro für Holzpellets. Den Kostenvorteil der Wärmepumpe erklärt der niedrige Energieeinsatz: Sie verbrauchte für dieses Haus lediglich 4.700 kWh Strom, während die Ölheizung 22.000 kWh (2.200 Liter Heizöl) und die Gasheizung 15.100 kWh benötigte.
Der Hintergrund: Um die Klimaziele bis 2045 zu erreichen, werden in Nordrhein-Westfalen rund 3,7 Millionen zusätzliche Wärmepumpen-Anlagen benötigt. Ende 2025 schlossen sich das Land NRW und wichtige Akteure für die Wärmewende in der gemeinsamen Absichtserklärung "Heizkeller der Zukunft" zusammen; das Land NRW finanziert 16 Aktionstage 2026. Details dazu finden Interessierte direkt bei co2online und dem Öko-Zentrum NRW.
Geprüfte Fakten & Quellen
- Ölheizung 945 Euro/Jahr teurer als Wärmepumpe, Gasheizung 505 Euro/Jahr teurer (Heizspiegel NRW 2024). — Quelle
- Jährliche Heizkosten 130-qm-EFH NRW 2024: Öl 2.130 EUR, Fernwärme 1.975 EUR, Gas 1.690 EUR, Wärmepumpe 1.185 EUR, Holzpellets 1.130 EUR. — Quelle
- Energieverbrauch: Wärmepumpe 4.700 kWh Strom, Ölheizung 2.200 Liter (22.000 kWh), Gasheizung 15.100 kWh. — Quelle
- co2online und Öko-Zentrum NRW haben den ersten Heizspiegel für NRW veröffentlicht. — Quelle
- Bis 2045 werden in NRW rund 3,7 Millionen zusätzliche (Wärmepumpen-)Anlagen für die Klimaziele benötigt. — Quelle
- Ende 2025 Absichtserklärung 'Heizkeller der Zukunft'; Land NRW finanziert 16 Aktionstage 2026. — Quelle